Ist ein Studienplatz in Heidelberg ergattert und die Immatrikulation geschafft,
stellt sich spätestens jetzt die leidige Frage der Studienfinanzierung. Bis jetzt (Stand Sommersemester 2006)
gibt es 'nur' Langzeitstudiengebühren, die nach der Regelstudienzeit plus vier Semestern zu zahlen sind.
Das heißt, daß man ungefähr die ersten sechs Jahre ohne Gebühren studieren kann.
Allerdings wird ein Beitrag, sowohl zum Studentenwerk, als auch zu den Verwaltungskosten
von knapp 100€ pro Semester erhoben.
In Rankings zu den Lebenshaltungskosten schneidet Heidelberg regelmäßig auf den 'vordersten' Plätzen ab,
gemeinsam mit München und Frankfurt. Für ein 10m² Zimmerchen mit Etagendusche
werden in zentraler Lage gerne 300€ verlangt - und gezahlt, ein Bier kostet so um die 3,50€.
Die teuersten Stadtteile sind Altstadt und Weststadt, dicht gefolgt von Bergheim, Handschuhsheim und Neuenheim.
Als Alternative bieten sich Zimmer
in Studentenwohnheimen
oder den zahlreichen Verbindungshäusern an.
Außer Geld zu sparen, bleibt natürlich noch die Möglichkeit das Einkommen zu steigern.
Daher sind hier einige Möglichkeiten aufgeführt die Studentenkasse aufzubessern.
BAföG – Bundesausbildungsförderungsgesetz
BAföG ist eine Ausbildungsförderung, die man als bedürftiger Student auf Antrag erhält.
Die Höhe der Ausbildungsförderung richtet sich nach dem Einkommen beider Elternteile.
Diese Ausbildungsförderung ist nach dem Studium zur Hälfte zurück zu bezahlen,
kann bei mangelndem Einkommen allerdings gestundet werden.
Gefördert wird jedoch nur die Regelstudienzeit, d.h. bei fehlenden Studienerfolgen kann die Ausbildungsförderung gestrichen werden. Es gibt allerdings auch die Möglichkeit der Verlängerung der Förderung,
z.B. wenn das Latinum nach zu holen ist, oder wenn man sich in universitären Gremien engagiert
Die Anträge erhält man im
Studentenwerk
Heidelberg, z.B. in der Triplex-Mensa.
Mit dem ausgefüllten Antrag sind die Immatrikulationsbescheinigung für das
BAföG-Amt
und ein Steuerbescheid beider Elternteile abzugeben.
Es ist unbedingt ratsam, die angegebenen Fristen einzuhalten,
da der Antrag ansonsten erst wieder zum nächsten Bewilligungszeitraum bearbeitet wird.
In diesem Fall wird das Geld zwar rückwirkend ausgezahlt, es fehlt aber gerade in der
kritischen Anfangsphase, um z.B. die Kaution für das neubezogene Zimmer zu zahlen.
Bildungskredit
Der Bildungskredit ist ein Bankdarlehen des Bundes, das vollständig zurückbezahlt werden muss, wobei die Zinsen gering sind.
Auf dieses Darlehen hat jeder Student Anspruch, unabhängig von den Vermögens-verhältnissen der Eltern.
Voraussetzung für die Gewährung des Darlehens ist, dass eine erfolgreich abgeschlossene Zwischenprüfung. Das Darlehen wird für maximal zwei Jahre gewährt und beträgt in der Regel € 300,- monatlich.
Anträge finden sich im Internet unter
www.Bundesverwaltungsamt.de.
Dort befindet sich ein Link zum Bildungskredit. Nähere Informationen hinsichtlich der einzureichenden Unterlagen findet man dann zusammen mit dem Antrag.
Jobsuche
Neben der staatlichen Förderung bietet es sich an selbst Geld zu verdienen. Außer den Aushängen
in den Mensen und den Informationen auf der Internetseite des Studentenwerks, gibt es Stellenmärkte
in den Regionalen Tageszeitungen, der
Rhein-Neckar-Zeitung
und dem
Mannheimer Morgen.